DIW Econ Analyse zeigt Auswirkungen der Einsatzsteuer auf virtuelle Spielautomaten

Bianca Lang · Oct 3, 2026

DIW Econ Analyse zeigt Auswirkungen der Einsatzsteuer auf virtuelle Spielautomaten

Analyse der Steuermodell-Auswirkungen auf deutsche Online-Slots und RTP-Werte

Die jüngste Untersuchung von DIW Econ beleuchtet die Folgen des deutschen Steuermodells für virtuelle Spielautomaten und wie die Einsatzsteuer Spieler vermehrt zu illegalen Offshore-Anbietern lenkt, wobei die durchschnittliche RTP-Rate im lizenzierten Markt auf etwa 89 Prozent nach Steuern sinkt während illegale Plattformen rund 95 Prozent bieten.

Hintergründe zum Steuermodell und dessen Mechanismen

Das aktuelle Steuersystem erhebt Abgaben auf den Einsatz bei virtuellen Slotmaschinen, was zu einer Reduzierung der Rückzahlungsquoten im regulierten Bereich führt und damit die Attraktivität für Nutzer verringert, während gleichzeitig die GGL Schätzungen für den illegalen Markt zwischen 400 und 600 Millionen Euro liegen und eine Studie der Universität Leipzig aufzeigt dass etwa 50 Prozent der Spielzeit auf nicht lizenzierten Seiten stattfindet.

Behörden und Branchenvertreter beobachten diese Verschiebung seit der Einführung der Regelungen, die darauf abzielen Steuereinnahmen zu sichern und gleichzeitig Spielerschutzmaßnahmen durchzusetzen, doch die niedrigeren RTP-Werte schaffen Anreize für den Wechsel zu Offshore-Operatoren die keine vergleichbaren Abgaben tragen müssen.

Details der DIW Econ Untersuchung und RTP-Vergleiche

Die Analyse von DIW Econ vergleicht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im lizenzierten deutschen Markt mit denen illegaler Anbieter und stellt fest dass die Steuerlast zu einer durchschnittlichen Reduzierung der RTP auf rund 89 Prozent führt während unregulierte Plattformen höhere Quoten von etwa 95 Prozent anbieten können, was direkt zu steigenden Nutzerzahlen bei letzteren führt und die Effektivität von Schutzmaßnahmen beeinträchtigt.

Experten der GGL haben diese Zahlen in ihre Bewertungen einbezogen und betonen dass der illegale Sektor dadurch weiter wächst während legale Anbieter unter Wettbewerbsnachteilen leiden, was zu erheblichen Steuerausfällen für die Bundesländer führt und die Umsetzung von Spielerschutzrichtlinien erschwert.

Schätzungen der GGL und Ergebnisse der Leipziger Studie

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder beziffert das Volumen des illegalen Online-Glücksspiels auf 400 bis 600 Millionen Euro und verweist auf Daten die zeigen wie die Steuerstruktur Spieler dazu bewegt auf nicht regulierte Seiten auszuweichen, wobei die Universität Leipzig in ihrer Untersuchung ermittelt hat dass etwa die Hälfte der gesamten Spielzeit auf solchen Plattformen verbracht wird.

Diese Erkenntnisse stammen aus umfassenden Auswertungen von Nutzerverhalten und Marktvolumina, die verdeutlichen wie das Einsatzsteuermodell nicht nur die RTP-Quoten beeinflusst sondern auch die Reichweite von Verbraucherschutzmaßnahmen einschränkt, da illegale Anbieter oft keine vergleichbaren Kontrollen anwenden.

Vergleich legale und illegale Glücksspielmärkte in Deutschland mit Fokus auf Steuern und RTP

Position des Deutschen Online Casino Verbands und Reformvorschläge

Der Deutsche Online Casino Verband DOCV hat auf Basis dieser Erkenntnisse einen Wechsel zu einer Bruttospielertragssteuer gefordert, die nach Ansicht der Vertreter die Wettbewerbsbedingungen ausgleichen und die Attraktivität des lizenzierten Marktes steigern könnte, während gleichzeitig Steuereinnahmen stabilisiert und Schutzstandards besser durchgesetzt werden könnten.

Die Forderung zielt darauf ab die bestehenden Regelungen anzupassen ohne die ursprünglichen Ziele der Steuererhebung und des Spielerschutzes aufzugeben, und Branchenbeobachter verweisen darauf dass ähnliche Modelle in anderen Ländern bereits zu einer Reduzierung illegaler Aktivitäten geführt haben.

Auswirkungen auf Steuereinnahmen und Spielerschutz

Die durch die Steuerstruktur verursachten Verluste für die Länder summieren sich auf beträchtliche Beträge, da Spieler vermehrt zu illegalen Anbietern wechseln und damit die geplanten Einnahmen ausbleiben, während die Wirksamkeit von Maßnahmen zum verantwortungsvollen Spielen abnimmt weil ein großer Teil der Aktivitäten außerhalb regulierter Kanäle stattfindet.

Beobachter aus der Wissenschaft und der Aufsicht betonen dass diese Dynamik langfristig sowohl finanzielle als auch regulatorische Herausforderungen schafft und Reformen notwendig machen könnten um die Balance zwischen Steueraufkommen und Marktkontrolle wiederherzustellen.

Ausblick auf mögliche Entwicklungen bis Oktober 2026

Bis Oktober 2026 könnten weitere Analysen und politische Diskussionen die Ergebnisse der DIW Econ Studie sowie die Forderungen des DOCV aufgreifen und zu Anpassungen im Steuermodell führen, wobei Daten aus laufenden Überwachungen der GGL und ergänzenden Untersuchungen der Universität Leipzig als Grundlage dienen.

Die Entwicklung des illegalen Marktes und die RTP-Differenzen bleiben dabei zentrale Themen für Entscheidungsträger die darauf abzielen Steuerverluste zu minimieren und den Spielerschutz flächendeckend zu stärken.

Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse

Die Analyse von DIW Econ fasst zusammen dass das Einsatzsteuermodell für virtuelle Slotmaschinen Spieler zu illegalen Anbietern treibt, was zu niedrigeren RTP-Werten im legalen Bereich, erheblichen Steuerausfällen und einer verringerten Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen führt, während GGL-Schätzungen und die Leipziger Studie diese Trends mit konkreten Zahlen untermauern und der DOCV eine Umstellung auf Bruttospielertragsbesteuerung vorschlägt.

Die genannten Fakten und Schätzungen basieren auf den vorliegenden Untersuchungen und bieten eine objektive Grundlage für weitere Bewertungen des deutschen Glücksspielmarktes.